Budapest im Advent: Glühwein, Kürtös, Schlittschuh und Thermalwasser

Budapest zur Weihnachtszeit heisst natürlich auch Glühwein und dazu über offenem Feuer gebackenen Kürtös. Der Weihnachtsmarkt direkt im Herzen der Altstadt auf dem Hauptplatz in Pest bietet jede Menge Handwerk, Weihnachtsschmuck und natürlich zahlreiche traditionelle ungarische Gerichte – die allesamt unglaublich herzhaft und lecker ausschauen und es es sicher auch sind. Wenn ihr den Weihnachtsmarkt besuchen möchtet fährt ihr mit U-Bahn zum zentralen Knotenpunkt Deak Ferenc Ter.

In jedem Fall solltet ihr Euch überlegen, eines der spektakulären Thermalbäder Budapest zu besichtigen – unten findet ihr dazu meine Impressionen von meinen vorangegangenen Besuch in Budapest.

Was gibt es schöneres als einen kühlen Wintertag nach morgendlichem Sightseeing gemütlich in warme Thermalwasser in den tollen Bädern in „Badepest“ ausklingen zu lassen? Die Budapester Mädels am Abend – aber sonst? 😉

Ich hatte die große Freude auf meinen zahlreichen Reisen und Zwischenstopps in Budapest immerhin vier der Thermalbäder ausprobieren zu können. Begeistert war ich von allen vier – wobei keines wie das andere ist und ein „kennt man eines, kennt man alles“ hier absolut falsch ist.

Mein Lieblingsbad ist freilich das Sczecheny-Bad auf der Buda-Seite in der Nähe des Heldenplatzes  Das palastartig errichtete Gebäude gibt einem das Gefühl in einem alten Österreichischen Schloss zu sein. Besonders an einem grauen Wintertag und in der Abenddämmerung wenn der Dampf des heißen Wassers der großen Außenbeckenanlage im Innenhof hinaufsteigt und Alte Männer in aller Seelenruhe Schachspielen währen die jüngeren sich vor allem Unterhalten und nach einem langen Tag relaxen ist das Sczecheny-Feeling besonders Beeindruckend und jeden Penny wert. Im Inneren gibt es zahlreiche weitere Becken so dass man auch viele Stunden in einem der größten Badekomplexe Europas verbringen kann.

Komplett anders ist das an der Donau gelegene Rudas-Bad. Das Bad von 1566 wurde natürlich vielfach restauriert, hat aber nichts von seiner Magie verloren. Das Bad erinnert ein an türkisches Hamam und der historische Thermalkomplex ist eher klein aber beeindruckend. Besonders wenn die Sonne scheint und bunte Lichstrahlen durch die Deckenfenstern sich im heißen Dampf brechen. Natürlich hat auch das Rudas im Jahr 2015 viele moderne Facilities wie Saunas und Massageräume (kostet extra).

Das Gellert am gleichnamigen Hügel auf der Buda-Seite ist in der Regel das teuerste Bad und sollte daher eure erste Wahl sein. In Stil und Ambiente komplett unterschiedlich richtet sich das Gellert vor allem „reichere Gäste“ und ist für seine „Anwendungen“ berühmt. Das Gellert bietet aber auch jede Menge Abwechslung im Thermalbereich. Neben dem großen Pool in der majestätischen Zentralhalle ist vor allem der heiße Bereich mit 38 Grad warmen farbenfroh und vielen Skulpturen gestalteten Thermalbereich der schwer zu beschreiben aber einmalig sehenswert und absolut entspannend ist.

Bei meinem letzten Besuch hatte ich das Lukacz-Bad – ebenfalls auf der Buda-Seite – kennengelernt. Dennoch ist auch das modernere Lukacz-Bad einen Besuch wert und ich würde jederzeit wiederkommen: Besonders der Thermal-Outdour-Pool mit verschiedenen Wassespielen wie Fontänen, Masssagedüsen, Strömungsdüsen etc. ist top – und besonders abends bei spektakulärer Beleuchtung auch ein absoluter Hingucker. Sollte man besuchen – ist aber im Rahmen der Budapest-Card am günstigsten – da dort inkludiert.

Wenn ihr drei Tage bleibt kann natürlich auch eine Budapest-Card Sinn machen da auch der gesamte Nahverkehr integriert ist und eben das Lukacz-Bad.

Ihr könnt einen Besuch im Sczecheny prima mit einem Besuch des Heldenplatzes, des Stadtwäldchens und des „Schlosses“ kombinieren. Im Winter steht oft eine große Ice-Skating-Fläche hier – so dass der Platz auch voller Leben ist. Hinfahren solltet ihr natürlich mit der 1896 gebauten Milleniumslinie – eine der ältesten U-Bahnen in Europa. Am Ende der Linie befindet sich auch ein nettes kleine U-Bahn Museum.

Sowjetische Skulpturen im Memeto Park

Nach der Wende wurden die meisten Skulpturen aus der Sowjetzeit in Budapest rasch abgebaut – aber zum Glück nicht zerstört, sondern für die Nachwelt aufbewahrt und sind heute in Teilen im Memeto-Park zu sehen. Absolut interessant wenn man in eine andere zeit eintauchen will. Der Eintritt kostet an sich 1500 HUF ist aber auch in der Budapest-Card integriert.

Die Budapest-Card

Die Budapest-Card ist Karte die vom Tourismusbüro der Stadt Budapest herausgegeben wird und in Versionen für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich ist und neben dem Öffentlichen Nahverkehr (auch Airportbus 200E) z.B. kostenfreien Eintritt in das Lukacz-Thermalbad oder den Memeto-Park und zahlreiche Museen enthält. Auch die öffentlichen Donauschiffe (ÖPNV) können mit der Karte genutzt werden um die Stadt günstig vom Wasser aus kennenzulernen. Wenn man mindestens ein Thermalbad & Museum besucht sowie ein wenig herumfährt lohnt sich die Karte schnell. Aber am besten schaut ihr selbst. zur Budapest-Card

Vom Airport in die Stadt:

Bus 200E fährt vom Airport zum U-Bahnhof Kobayna Kispest. Von dort fahrt ihr mit der Metro-Linie 3 in das Stadtzentrum.
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Das Ganze geht schnell und komfortabel. &Der Verkehrverbund Budapest hat im Terminal 2A und Terminal 2B jeweils einen Informationsschalter. 24 Stunden und 72 Stunden Tickets sind verfügbar.  Der direkte Bus der Linie 100 ist mit rund 3€ Fahrpreis deutlich teurer.
Das Kombination-Ticket für zwei Fahrten ist nicht mehr verfügbar, es müssen zwei Einzelfahrscheine für den Bus und die U-Bahn gelöst werden.

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